Vom Output zur Wirkung
Am 1. Oktober 2026 kommen in München bis zu 40 Entscheider aus Retail und Industrie zum Commerce Impact Forum Extended Edition zusammen: ein voller Konferenztag von 9:45 bis 16:00 Uhr.
GenAI hat die Taktzahl in Produkt- und Commerce-Teams erhöht. Mehr Code, mehr Prototypen, mehr Kampagnen, in kürzerer Zeit. Diesen Effizienzgewinn realisiert allerdings die ganze Branche gleichzeitig, und was alle gleichzeitig können, landet am Ende beim Kunden. Gleichzeitig misst mehr als die Hälfte der Unternehmen den Wertbeitrag ihrer KI-Initiativen nicht systematisch. Damit verschiebt sich der Engpass auf zwei Fragen: Woran arbeiten wir, und woran erkennen wir, dass es gewirkt hat?
Genau darum geht es an diesem Tag. Prof. Dr. Lutz Göcke eröffnet mit der Frage, warum Output-Metriken in KI-beschleunigten Organisationen systematisch in die Irre führen. Philipp Aring zeigt an konkreten Umsetzungen, welche Arbeit KI-Agenten in Service, Marketing und Vertrieb heute abnehmen und wo Menschen entscheiden. Philipp Krueger ordnet ein, was Agentic Commerce für Sortimentsdaten, digitalen Vertrieb und Architektur bedeutet, wenn der Kunde nicht mehr selbst klickt. Matthias Dietrich eröffnet und moderiert den Tag.
Jeder Vortrag hat Zeit für Diskussion. Im gewohnten Format: kein Pitch-Marathon, kein Broadcasting. Ehrliche Impulse, echte Diskussionen und genügend Zeit füreinander.
Optionaler Ausklang: Im Anschluss an das Programm besteht die Möglichkeit, den Tag gemeinsam auf der Wiesn ausklingen zu lassen. Die Teilnahme daran ist freiwillig, unabhängig von der Teilnahme am Konferenztag und wird separat abgefragt.
Keynote: KI macht alle schneller. Doch wie entsteht daraus Wert für Unternehmen?
GenAI macht Produkt- und Commerce-Teams dramatisch schneller: mehr Code, mehr Prototypen, mehr Features, mehr Kampagnen. Aber Geschwindigkeit auf Aufgabenebene ist kein Wertbeitrag. Wenn Bauen billig wird, verschiebt sich der Engpass auf die Frage, was gebaut werden soll und woran man erkennt, dass es gewirkt hat. Effizienzgewinne, die eine ganze Branche gleichzeitig realisiert, sind kein Wettbewerbsvorteil. Sie landen beim Kunden.
Prof. Dr. Lutz Göcke, Professor für Digitales Management an der Hochschule Nordhausen, zeigt, warum Output-Metriken in KI-beschleunigten Organisationen systematisch in die Irre führen, welche Erosionslinien in Produktorganisationen dabei entstehen und wie Commerce-Teams mit diesem Spannungsfeld umgehen können.
Vortrag: Wo KI-Agenten heute Arbeit abnehmen, und wo Menschen entscheiden
Zwischen Chatbot-Enttäuschung und Agenten-Euphorie liegt eine Menge Arbeit, die heute bereits automatisiert läuft. Auf Geschäftsführungsebene lautet die Frage deshalb seltener, ob Agenten funktionieren. Sie lautet: Welche Aufgaben übergeben wir ihnen guten Gewissens, und was spart das an Aufwand und Risiko?
Philipp Aring, Geschäftsführer von Blue Avenir und damit aus derselben Unternehmensgruppe wie die foobar Agency, arbeitet seit über vier Jahren an KI-Anwendungen in Service, Marketing und Vertrieb, unter anderem für Telekommunikation, Medien, Handel und Industrie. Er zeigt an konkreten Umsetzungen, wo die Ersparnis tatsächlich entsteht: ein Agent, der täglich rund 100 Support-Tickets vorbereitet und ein Viertel der Bearbeitungszeit einspart. Eine Lead-Qualifizierung, die 80.000 Datenpunkte bewertet und dem Vertrieb die Vorauswahl abnimmt. Eine Upsell-Selektion, für die früher ein Arbeitstag nötig war und die heute eine Stunde dauert, bei deutlich höherer Conversion Rate.
Dazu die Frage, die in deutschen Häusern regelmäßig zuerst kommt: Was lässt sich lokal betreiben, wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen, und was kostet diese Entscheidung? Und die unbequemere: Welche Prozesse gehören aufgeräumt, bevor ein Agent sie übernimmt.
Vortrag: Wenn der Kunde nicht mehr selbst klickt: Agentic Commerce, Sortimentsdaten und Architektur
Gartner erwartet, dass KI-Agenten bis 2028 mehr als 15 Billionen US-Dollar an B2B-Ausgaben vermitteln und dass innerhalb von drei Jahren ein Großteil der B2B-Käufe über Agenten abgewickelt wird. Für Handel und Hersteller heißt das: Ein wachsender Teil der Kaufvorbereitung findet statt, ohne dass ein Mensch die eigene Oberfläche sieht.
Philipp Krueger, Geschäftsführer der foobar Agency, ordnet ein, was daraus folgt und was davon heute entscheidungsreif ist. Welche Rolle spielen strukturierte Produkt- und Sortimentsdaten, wenn ein Agent das Angebot liest und niemand die Kategorieseite besucht? Was bedeutet das für Händlerportale und den digitalen Vertrieb im B2B, wo Angebot, Verhandlung und Freigabe bisher an Menschen hingen? Welche Standards und Schnittstellen zeichnen sich ab, und welche Investitionen zahlen sich unabhängig davon aus, wie schnell sich das Feld sortiert? Und welche Kennzahlen verlieren an Aussagekraft, wenn Sitzungen, Klickpfade und Conversion Rate das Kundenverhalten nicht mehr abbilden?
Für Entscheider, die zwischen Handlungsdruck und begründetem Abwarten eine Position brauchen.
Die Speaker
Matthias Dietrich
CEO & Gründer
foobar Agency
Prof. Dr. Lutz Göcke
Professor für Digitales Management
Hochschule Nordhausen
Philipp Aring
Geschäftsführer
Blue Avenir
Philipp Krueger
Geschäftsführer
foobar Agency
Optionaler Ausklang auf der Wiesn
Nach dem fachlichen Programm besteht die Möglichkeit, den Tag gemeinsam auf der Wiesn ausklingen zu lassen. Hier entstehen die Gespräche, für die im Konferenzraum selten Zeit bleibt.
Die Teilnahme ist freiwillig und unabhängig von der Teilnahme am Konferenztag. Wir fragen sie separat ab, damit jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer die interne Freigabe im eigenen Haus klären kann. Eine Absage hat keinen Einfluss auf die Teilnahme am Programm.
Programm
Türen öffnen
Eröffnung mit Matthias Dietrich
Matthias Dietrich, CEO & Gründer
Keynote: KI macht alle schneller. Doch wie entsteht daraus Wert für Unternehmen?
Prof. Dr. Lutz Göcke, Professor für Digitales Management
☕️ Kurze Pause
Wo KI-Agenten heute Arbeit abnehmen, und wo Menschen entscheiden
Philipp Aring, Geschäftsführer
🥗 Networking & Lunch
Wenn der Kunde nicht mehr selbst klickt: Agentic Commerce, Sortimentsdaten und Architektur
Philipp Krueger, Geschäftsführer
☕️ Kaffeepause
Weiterer Vortrag, wird noch bekannt gegeben
Abschlussdiskussion und Ausblick
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